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Konflikt oder neuer Weg?

PEN gegen Digitalisierung von Büchern bei Google
Der internationale Schriftstellerverband PEN hat die Regierungen aufgefordert, sich der massenhaften Digitalisierung von Büchern durch das Internet-Unternehmen Google zu widersetzen.

Das Vorgehen von Google erfolge ohne Einverständnis der Autoren und sei mit den weltweit anerkannten Grundsätzen im Urheberrecht nicht zu vereinbaren, beschloss der PEN bei seiner Jahrestagung im österreichischen Linz. Die Resolution war vom deutschen PEN eingebracht worden, wie die Abteilung mit Sitz in Darmstadt am Freitag bekanntgab. Das mehrtägige Treffen geht an diesem Wochenende zu Ende. [1]

Doch es zeichnet sich ein Alternativ-Weg ab:

Mit PaperC http://paperc.de ist seit kurzem eine neuartige Online-Plattform verfügbar, die die Literatursuche in Fachbüchern revolutionieren soll. "Wir sind der virtuelle Copyshop. Dadurch, dass wir es ermöglichen, ein gesamtes Buch von A bis Z komplett kostenfrei online lesen und durchsuchen zu können, ersparen wir unseren Nutzern den Gang in die Bibliothek", erklärt Martin Fröhlich, der gemeinsam mit seinem Kollegen Felix Hofmann das Start-up gegründet hat, im Gespräch mit pressetext. [2]
...
Geld verdienen seine Gründer erst, wenn die Nutzer einzelne Seiten herunterladen, ausdrucken oder als personalisiertes PDF mit eigenen Notizen und Zitaten innerhalb des Dokumentes abspeichern wollen. Dann fällt eine Gebühr von zehn Cent pro Seite an. [2]
...
Dass PaperC auch den Verlagen finanzielle Vorteile bringt, verdeutlichen die Plattformgründer anhand von Zahlen der Verwertungsgesellschaft Wort http://www.vgwort.de. "Studenten geben jährlich zwischen 40 und 60 Euro für Fachbücherkopien aus. Das ergibt in Deutschland insgesamt einen Markt von 100 Mio. Euro pro Jahr. Für eine einzelne Kopie, die im Schnitt zwischen 0,05 und 0,10 Euro kostet, erstattet die VG Wort nur cirka 0,01 Euro an die Verlage zurück. Bei PaperC erhalten die Verlage aber 4,2 Cent pro Kopie", rechnet Fröhlich vor. [2]

Wider erwarten scheinen Verlage angetan zu sein von der Idee, teure Fachbücher kostenlos bereitzustellen. Sie wissen, dass Studenten sich nicht mit dem Lesen der Titel begnügen werden. Sie wollen Zitate übernehmen, sich Notizen machen und Seiten ausdrucken. Das geschieht bisher zumeist über selbst gezogene Kopien von aus der Bibliothek ausgeliehenen Büchern. Mit PaperC eröffnet sich für Verlage eine Möglichkeit, das Arbeiten mit Fachliteratur zu monetarisieren. [3]

Aber wie genau funktioniert PaperC nun? Nutzer können rund 1500 deutsche- und englischsprachige Fachbücher von derzeit 17 Partnerverlagen kostenlos über einen Flashviewer lesen, vom Anfang bis zum Ende. Wer einzelne Seiten ausdrucken, mit Notizen versehen oder Texte kopieren möchte, muss pro Seite einmalig zwischen fünf und zehn Cent zahlen. [3]

Beim Vergleich von meinem Buchbestand mit dem von PaperC musste ich leider feststellen, dass ich nicht - noch nicht - zu der Zielgruppe gehöre


Quellen:

[1] http://www.zeit.de/newsticker/2009/10/24/iptc-bdt-20091023-604-22777512xml
[2] http://pressetext.at/news/091024011/paperc-wir-sind-der-virtuelle-copyshop/?source=rss_0.91
[3] http://netzwertig.com/2009/10/13/der-erste-eindruck-zaehlt-ein-paar-tipps-fuer-paperc/

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